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Zahnfleisch, das blutet, will Ihnen etwas sagen

Parodontitis behandeln

Zahnfleisch, das blutet, ist kein Schönheitsproblem. Es ist das erste Zeichen einer Entzündung, die Zähne kostet – und die man aufhalten kann.

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Behandlung von Zahnfleischentzündung in Winsen

Wie es anfängt

Am Anfang steht eine Zahnfleischentzündung: gerötete Ränder, Blut auf der Bürste, ein unangenehmer Geschmack am Morgen. Das ist noch reversibel. Bleibt der Belag unter dem Zahnfleischrand liegen, wandert die Entzündung tiefer und greift den Knochen an, der den Zahn hält.

Aus dem entzündeten Saum werden Taschen. Sie sind mit der Bürste nicht erreichbar, also wächst dort in Ruhe weiter, was den Abbau antreibt. Der Knochen zieht sich zurück, Zahnhälse liegen frei, Zähne werden empfindlich, später länger, dann locker.

Das Tückische ist: Parodontitis tut lange nicht weh. Viele merken es erst, wenn sich ein Zahn bewegt oder eine Lücke entsteht. Deshalb messen wir die Taschentiefen bei jeder Kontrolle – das dauert zwei Minuten und ist die einzige verlässliche Frühwarnung.

Wann Sie uns ansprechen sollten

  • Das Zahnfleisch blutet beim Putzen oder beim Abbeißen.
  • Es zieht sich zurück, die Zähne wirken länger als früher.
  • Zahnhälse reagieren auf Kälte oder Süßes.
  • Ihr Atem riecht, obwohl Sie regelmäßig putzen.
  • Ein Zahn fühlt sich beim Kauen anders an als sonst.
  • In der Familie gibt es früh verlorene Zähne.

Was wir tun

Zuerst messen wir jede Zahntasche und halten die Werte in einem Befund fest, meist zusammen mit einer Röntgenaufnahme. Danach wissen Sie – und wir –, wie es tatsächlich aussieht, statt es zu vermuten.

Die eigentliche Behandlung ist eine gründliche Reinigung unterhalb des Zahnfleischrandes, unter örtlicher Betäubung. Wir arbeiten die Taschen mit Ultraschall und feinen Küretten aus, glätten die Wurzeloberflächen und nehmen der Entzündung damit die Grundlage. Das geschieht meist in zwei Sitzungen, damit die Termine erträglich lang bleiben.

Nach etwa acht Wochen messen wir erneut. Häufig sind die Taschen dann flacher und das Zahnfleisch ruhiger. Wie deutlich sich der Befund bessert, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bleiben einzelne tiefe Stellen, kommt ein kleiner chirurgischer Eingriff in Frage, bei dem wir die Stelle direkt einsehen und reinigen.

Anschließend beginnt der Teil, der über den Erfolg entscheidet: die Nachsorge in festen Abständen, damit sich die Taschen nicht erneut füllen.

Reinigung der Zahnfleischtaschen unter Betäubung

Was Sie selbst beitragen können

Zwischenräume täglich

Bürstchen oder Seide, einmal am Tag, gründlich. Diese Flächen machen ein Drittel der Zahnoberfläche aus.

Rauchen

Nikotin verengt die Gefäße im Zahnfleisch und verschlechtert die Heilung messbar. Weniger hilft schon.

Diabetes im Blick

Zwischen Blutzuckerwerten und Parodontitis bestehen Wechselwirkungen. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie Diabetes haben.

Nachsorge einhalten

Alle drei bis vier Monate reinigen wir die kritischen Stellen. Das ist keine Zugabe, sondern Teil der Therapie.

Zähneknirschen

Wer nachts presst, belastet gelockerte Zähne zusätzlich. Eine Schiene nimmt Druck weg.

Kontrolle statt Warten

Wenn eine Stelle wieder blutet, kommen Sie früher. Ein zusätzlicher Termin ist billiger als ein Zahn.

Kosten und Krankenkasse

Die Untersuchung, der Parodontalbefund und die systematische Behandlung sind Kassenleistung, wenn die gemessenen Werte es begründen. Seit der neuen Regelung gehört auch die Nachsorge über zwei Jahre dazu – ein wichtiger Fortschritt, weil genau daran der Erfolg hängt.

Privat abzurechnen sind zusätzliche Maßnahmen, etwa eine Laserbehandlung, bestimmte Regenerationsverfahren oder Reinigungen, die über das genehmigte Maß hinausgehen. Was in Ihrem Fall notwendig und was optional ist, sagen wir deutlich, und Sie erhalten es schriftlich.

Gut zu wissen

  • Der Behandlungsplan wird vor Beginn bei Ihrer Kasse eingereicht.
  • Die Nachsorgetermine sind Teil der Kassenleistung.
  • Bei Privatversicherten rechnen wir nach GOZ ab, Kostenplan auf Wunsch vorab.

Was Patienten sagen

Alle Bewertungen auf Google

Ich bin für eine Zweitmeinung zu Dr. Xu gekommen und absolut begeistert. Sie hat sich viel Zeit genommen und alles ausführlich erklärt.

Henri, vor 3 Monaten

Ich habe seit Jahren große Angst vor dem Zahnarzt. Hier habe ich mich zum ersten Mal wirklich sicher und ernst genommen gefühlt.

Negar Ajoudani, vor 8 Monaten

Super liebes Team und tolle Zahnärztin. Ich bin Angstpatientin und es wurde bei der Zahn-OP sehr behutsam mit mir umgegangen.

Evylin Weiss, vor 4 Monaten

Häufige Fragen zur Parodontitis

Ist Parodontitis heilbar?

Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zum Stillstand zu bringen. Wie gut das gelingt, hängt vom Befund, von der Mitarbeit und von individuellen Faktoren ab. Verlorener Knochen wächst allerdings nicht von allein zurück. Deshalb ist der Zeitpunkt entscheidend: Wer früh kommt, hat die besten Aussichten, seine Zähne langfristig zu behalten. Wer spät kommt, kann den Abbau stoppen, muss aber mit Rückgang leben.

Tut die Behandlung weh?

Wir betäuben örtlich, während der Reinigung spüren Sie Druck, aber keinen Schmerz. In den Tagen danach kann das Zahnfleisch empfindlich sein und die Zähne kurzzeitig auf Kälte reagieren, weil die Ränder wieder frei liegen. Das legt sich nach ein bis zwei Wochen.

Kann ich die Zähne verlieren?

Unbehandelt ja – Parodontitis ist in Deutschland der häufigste Grund für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Behandelt und mit eingehaltener Nachsorge lassen sich Zähne in vielen Fällen erhalten, teils auch solche, die anfangs schon gelockert waren. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

Ist die Krankheit ansteckend?

Die verantwortlichen Bakterien lassen sich über Speichel übertragen, etwa beim Küssen oder über gemeinsames Besteck. Krank wird davon aber nur, wer entsprechend anfällig ist. Sinnvoll ist es trotzdem, dass Partnerinnen und Partner ihr Zahnfleisch mituntersuchen lassen.

Hat Parodontitis Einfluss auf andere Erkrankungen?

Die Forschung beschreibt statistische Zusammenhänge mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Komplikationen in der Schwangerschaft. Ob und wie stark eine Parodontitisbehandlung diese Erkrankungen beeinflusst, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Wir behandeln die Parodontitis wegen des Zahnerhalts – nicht als Therapie für andere Erkrankungen.

Wie lange dauert die ganze Behandlung?

Die aktive Phase umfasst meist zwei bis drei Termine über vier bis sechs Wochen, danach eine Kontrolle nach etwa acht Wochen. Die Nachsorge läuft anschließend dauerhaft im Abstand von drei bis vier Monaten weiter.

Zahnfleisch, das blutet, sollte man untersuchen lassen.

Ein Befund dauert etwa 20 Minuten und sagt Ihnen genau, wo Sie stehen.

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